Dienstag, 18. Dezember 2012

Psychische Gesundheit in den Schlagzeilen


Leistungsfähig trotz Depressionen



Dieser Tage haben zwei Nachrichten über psychisch belastete Menschen die Titelzeilen bestimmt. Beide kommen aus den USA. Sie heißen Lindsey und Adam.

Lindsey ist seit mindestens 2004 schwer depressiv, nimmt Medikamente. Sie ist ein Talent. Sie hat Erfolge vorzuweisen trotz Erkrankung. Je drei goldene und silberne und eine Bronze-Medaille bei Weltmeisterschaften und Olympia - aber auch schwere Stürze. Weltcup Siege und sich leer fühlen.

Über Adam wissen wir dagegen kaum etwas. Er ist niemandem aufgefallen, war wohl hochbegabt aber ungeschickt im Umgang mit anderen Menschen. Daraus entstand vermutlich ein psychisches Leiden. Wir wissen es nicht. Adam ist heute tot, Selbstmord nach einem Amoklauf an einer Grundschule in Newtown.

Beide kamen am gleichen Tag in die Schlagzeilen, Adam allerdings führt sie global an. Es mag die Faszination des Menschen mit der Sensation sein oder nur sein Mitgefühl angesichts der 20 toten Kinder und Ihrer ermordeten Lehrerinnen. Das Unbegreifliche begreifen zu wollen, gehört zu uns dazu. Es heißt aber auch, dass Adam das Bild von psychisch erkrankten Menschen und von Depressionen weit mehr prägen wird, als Lindsey.
  
So werden Unternehmen auch weiterhin bestrebt sein Menschen mit psychischer Erkrankung los zu werden - notfalls auch durch gezieltes Befördern eben genau dieser Erkrankung. In der Tat liest sich mancher Artikel für den Umgang mit Burnout-Betroffenen durch die Personalabteilung / HR eher wie eine Liste all der Dinge die man nicht oder genau anders machen sollte, um ans Ziel zu kommen (die "Ausmusterung"). Die optimale Rückführung in den Betriebsalltag steht trotz Fachkräftemangel nicht ernsthaft zur Debatte.

Das mag daran liegen, dass die meisten Vorgesetzten in ihren Rollen bereits heute sozial völlig überfordert sind. Die tägliche Versagensangst im Nacken müssen ihre inneren Abwehrreaktionen gegenüber psychisch belasteten und zwischenzeitlich erkrankten Mitarbeitern immens sein. Personalabteilungen dürften in diesen Menschen eher Schwachstellen erkennen, als Erfahrungspotential.

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